Archiv

Hochpreisinsel Schweiz: Ständeratskommission verzögert Umsetzung von griffigen Massnahmen

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) verzögert den Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz weiter: Die WAK-S hat zwar über einen Vorstoss von alt Ständerat Hans Altherr beraten, jedoch ohne konkrete Ergebnisse. Die Initianten der eidgenössischen Volksinitiative „Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise (Fair-Preis-Initiative)" fordern, dass das Parlament nun endlich griffige Massnahmen beschliesst.

mehr lesen

Bericht in der Zeitschrift Metall zur Fair-Preis-Initiative

Die Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise» fordert faire Beschaffungspreise für Schweizer Unternehmen.

 

Autor: Hans Kunz, Zentralpräsident von AM Suisse

 

Die Schweiz ist ein Hochpreisland. KMU, die ihre Grundstoffe und Betriebsmittel über Schweizer Importeure beschaffen haben gravierende Wettbewerbsnachteile gegenüber Wettbewerbern aus dem nahen Ausland. Für importierte Produkte wird in der Schweiz oft ein markant höherer Preis verlangt, als in den Nachbarländern. Überrissene Schweiz-Zuschläge belasten Unternehmen und Konsumenten.

 

Untersuchungen haben ergeben, dass Schweizer Stahl- und Metallbauer, Betriebe der Swissemechanic, des Wirteverbandes, Hotelleriesuisse, des graphischen Gewerbes, der Tourismus- und vielen anderen Branchen markant höhere Beschaffungspreise von bis zu 50 Prozent bezahlen müssen als ihre ausländischen Wettbewerber.

 

Es besteht Handlungsbedarf, weil international tätige ausländische Lieferanten einen ungerechtfertigten Aufpreis (Schweiz-Zuschlag) durchsetzen und den Direkteinkaufim Ausland beziehungsweise die Direktlieferung vom Ausland her verweigern können. «Schweiz-Zuschläge» vermindern die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, was sich auf die Ertragslage sowie auf die Sicherheit der Arbeitsplätze negativ auswirkt.

 

Es besteht auch Handlungsbedarf, um wettbewerbsverzerrende Vertriebs- und Preisstrukturen im In- und Ausland durch marktbeherrschende und relativ marktmächtige Unternehmen zu verhindern und eine echte Beschaffungsfreiheit für Schweizer Unternehmen zu erreichen. Damit würde eine wichtige Voraussetzung für faire Preise geschaffen.

 

AM Suisse unterstützt die eidgenössische Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise» um folgende Ziele zu erreichen:

  • Faire Beschaffungspreise und dadurch wettbewerbsfähigere Schweizer Unternehmen
  • Tiefere Konsumentenpreise und dadurch weniger Wertschöpfungsverlust durch Einkaufstourismus
  • Sicherere Arbeitsplätze
  • Senkung des Preisniveaus im «Hochpreisland Schweiz»

Die Volksinitiative senkt Preise, sorgt für

Beschaffungsfreiheit und sichert Arbeitsplätze.

Es wird möglich, Waren ohne «Schweizer-Zuschlag» zu beschaffen. Die Verhinderung des Einkaufs im Ausland

durch Lieferverweigerung oder preisliche Diskriminierung («einseitiges Verhalten») wird auch für «relativ marktmächtige Unternehmen » unterbunden. Produkte, die bis anhin in der Schweiz nur zu einem wesentlich

höheren Preis erhältlich sind, sollen dadurch günstiger werden.

 

Wir bitten Sie, die Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise» im eigenen Interesse, aus Solidarität zu andern Branchen und zum Vorteil der Konsumenten

zu unterstützen.

 

Quelle: Zeitschrift Metall vom 19.11.2016

K-Tipp, Nr. 19, November 2016: Weg mit dem Schweiz-Zuschlag!

 

 

Kleider sind in der Schweiz durchschnittlich 40 Prozent teurer als in Deutschland, Zeitschriften und Kosmetikartikel kosten rund 70 Prozent mehr. Dies ist möglich, weil internationale Konzerne die Schweiz zu überhöhten Preisen über ihre Filialen und Alleinimporteure beliefern. Damit soll jetzt Schluss sein! Die Initiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise» will, dass Schweizer Konsumenten und Unternehmen Produkte bei ausländischen Herstellern zum gleichen Preis einkaufen können wie Konsumenten und Unternehmen im Ausland dies auch tun. Ein gezieltes Abschöpfen der schweizerischen Kaufkraft, ohne dass damit ein Mehrwert verbunden ist, soll mit der Annahme der Initiative der Vergangenheit angehören.

 

mehr lesen

TravailSuisse unterstützt die Fair-Preis-Initiative

Der Tages-Anzeiger macht publik, dass sich der Vorstand der Gewerkschafts-Dachorganisation für die Fair-Preis-Initiative ausgesprochen hat. Wir begrüssen diesen Entscheid. Es ist für die Beratung im Parlament und den Abstimmungskampf wichtig, dass nicht nur die KMU und die Konsumentenorganisationen, sondern auch Arbeitnehmer-Organisationen hinter der Volksinitiative stehen.

Link zum Tagi online

Der Hochpreisinsel Schweiz das Wasser abgraben: Kolumne von Prisca Birrer-Heimo in der Bauernzeitung

Die ersten paar tausend Unterschriften sind bereits zusammen: Seit diesem September ist die Stiftung für Konsumentenschutz am Unterschriftensammeln für die Fair-Preis-Initiative. Gemeinsam mit anderen Organisationen und KMU-Verbänden sowie zahlreichen Politikerinnen von links bis rechts wollen wir endlich konkrete Massnahmen gegen die Hochpreisinsel erwirken. Denn der Ärger über die überhöhten Importpreise in der Schweiz ist gross. Kauft man hierzulande einen Kühlschrank, ein Haarshampoo oder eine Zeitschrift, zahlt man deutlich mehr als im umliegenden Ausland. Wohlverstanden, für ein und dasselbe, im Ausland hergestellte Produkt! Für identische Kleider von international tätigen Modekonzernen zahlen wir in der Schweiz im Durchschnitt 40 Prozent mehr als in Deutschland. Bei den Kosmetikartikeln beträgt der Preisunterschied bis zu 70 Prozent.


Auch die Bäuerinnen und Produzenten sind von dieser Problematik betroffen, doppelt und mehrfach sogar. Maschinen, Dünger, Saatgut oder Setzlinge und Futtermittel, welche importiert werden müssen, sind in der Schweiz überteuert. Das wirkt sich auf das Einkommen aus: Im Durchschnitt zahlt der Schweizer Bauer 32 Prozent mehr als seine Berufskollegen im benachbarten Ausland. Das ist ein happiger Zuschlag, wenn man bedenkt, dass die Ausgaben für Futtermittel durchschnittlich einen Drittel der Beschaffungskosten ausmachen. 2 Milliarden Franken geben Bauern im Jahr zu viel für diese Vorleistungen aus, hat das Forschungsinstitut BAK Basel in einer Studie berechnet.


Durch die teureren Vorleistungen werden die landwirtschaftlichen Produkte in der Schweiz verteuert – ein doppelter Nachteil gegenüber der günstigen ausländischen Konkurrenz und mit ein Grund, weshalb Konsumentinnen und Konsumenten im Ausland nicht nur Kleider oder Kosmetika, sondern auch Lebensmittel einkaufen.


Der Schaden für die Landwirtschaft und die gesamte Volkswirtschaft ist erheblich. Schweizer Konsumenten geben im Ausland jährlich 10 bis 12 Milliarden Franken für ihre Einkäufe aus. Schweizer Detailhandelsunternehmen und KMU bezahlen für die importierten Markenartikel und Importlieferungen schätzungsweise 15 Milliarden Franken mehr an ausländische Hersteller als die Detailhandelsketten und Betriebe im Ausland.

 

Die Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel – Für faire Preise» will die Beschaffungsfreiheit verbessern. In Zukunft sollen Waren und Dienstleistungen im Ausland diskriminierungsfrei beschafft werden können. Dies soll auch für den Online-Kanal gelten. Die Fair-Preis-Initiative sagt Generalimporteuren und ausländischen Lieferanten den Kampf an, welche ihre Marktmacht missbrauchen und uns mit dem „Preiszuschlag Schweiz“ massiv überhöhte Importpreise für Waren und Dienstleistungen abknöpfen. Auch Sie können diesen Kampf unterstützen, ganz konkret und jetzt: Unterschreiben Sie die Initiative! www.fair-preis-initiative.ch

Erfolgreiche Strassensammlung für die Fair-Preis-Initiative

Mehrere Mitglieder des Initiativkomitees und weitere Befürworter haben auf der Strasse Unterschriften für die Fair-Preis-Initiative gesammelt. Die Erfahrungen waren durchwegs positiv. Angefragte Personen sind sofort bereit, die Volksinitiative zu unterschreiben.

 

Nach der Lancierung der Fair-Preis-Initiative geht es nun um die Unterschriftensammlung. Am 1. November 2016 haben die Initiativkomitee-Mitglieder Prisca Birrer-Heimo (Präsidentin Stiftung für Konsumentenschutz), Oliver Müller (Direktor Swissmechanic), Casimir Platzer (Präsident GastroSuisse), Maurus Ebneter (Wirteverband Basel-Stadt, KMU-Komitee für faire Importpreise), Vorstandsmitglied Christophe Hans (hotelleriesuisse) sowie der emeritierte Rechtsprofessor Roger Zäch (ehemaliger WEKO-Vizepräsident) in Bern Unterschriften gesammelt.

 

Rudolf Strahm hat für die Fair-Preis-Initiative eine Ausnahme gemacht. Normalerweise gehe er nicht mehr Unterschriften sammeln. Das Anliegen sei ihm aber so wichtig, dass er gerne geholfen habe, sagt der ehemalige Preisüberwacher.

 

Die Fair-Preis-Initiative wurde am 20. September 2016 lanciert. Hauptziel ist die Schaffung von Einkaufs- und Importfreiheit von Produkten, für welche die KMU und die Konsumentinnen und Konsumenten keine ausreichenden und zumutbaren Alternativen haben. Die Nicht-Belieferung und die preisliche Diskriminierung von (relativ) marktmächtigen Unternehmen wird mit der Annahme der Fair-Preis-Initiative korrigiert. Davon profitieren die KMUs und die Konsumentinnen und Konsumenten, die ihre Produkte endlich zu Wettbewerbspreisen einkaufen können.

mehr lesen

NZZ und Neoliberale kämpfen gegen tiefere Preise

Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher und Mitglied im Initiativkomitee, schreibt im Tages-Anzeiger vom 25. Oktober 2016 über Freund und Feind der Fair-Preis-Initiative.

mehr lesen

3000 Unterschriften via Wecollect gesammelt

Wenige Wochen nach dem Sammelstart wurden über www.wecollect.ch bereits über 3'000 Unterschriften gesammelt. Nutzen Sie die einfache Lösung und lassen Sie sich den Unterschriftenbogen vorausgefüllt und vorfrankiert per Mail zustellen.

Unterschreiben Sie die Fair-Preis-Initiative!

Die Startmedienorientierung der Fair-Preis-Initiative vom 20. September war sehr gut besucht. Die Medien haben viele Fragen gestellt, die von folgenden Referierenden kompetent beantwortet wurden:

  • Prisca Birrer-Heimo, Präsidentin Stiftung für Konsumentenschutz SKS
  • (Moderation)
  • Pascal Vandenberghe, Président Directeur général,
  • Librarie Payot SA
  • Oliver Müller, Direktor Swissmechanic
  • Hans Altherr, ehemaliger Ständerat FDP AR
  • Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse

 

Die Medienunterlagen finden sie hier.

Die Fair-Preis-Initiative wurde am 20. September 2016 lanciert

Jahrzehntelang haben wir uns missbräuchliche Schweiz-Zuschläge gefallen lassen. Damit ist jetzt Schluss! Endlich geht es los mit dem Sammeln der Unterschriften für die eidgenössische Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise». Die Fair-Preis-Initiative sagt Generalimporteuren und ausländischen Lieferanten den Kampf an, welche ihre Marktmacht missbrauchen, um die eigenen Vertriebssysteme vor Wettbewerb zu schützen. Die Unterschriftensammlung ist am 20. September 2016 mit der Publikation des Verfassungstextes im Bundesblatt gestartet.